Das Graue Steppenrind, eine alte pannonische Haustierrasse
Diese alte im Bestand nicht ungefährdete Haustierrasse hat im heutigen Burgenland eine lange Tradition, vor allem als Arbeitstier auf den Gutshöfen. In der Mexiko-Puszta (heute Fertöújlak, direkt auf der anderen Seite der Staatsgrenze) stand eine große Zuchtherde der Domäne Esterházy, von der aus auch andere Höfe mit Zugochsen versorgt wurden. Es sind schöne bizarre Gestalten mit ihren langen, spitzen, vielgestaltigen Hörnern. Rinder, die an die Hitze des pannonischen Sommers, geländemäßige Gegebenheiten, an Futter- und Bodenverhältnisse kurz an die Region hervorragend angepaßt sind. Fast noch halbwilde Tiere mit intakten Mutterinstinkt – und trotzdem Haustiere.Alte Haustierrassen stellen ein vielfältiges Genreservoir dar. Sie sind kulturelles Erbe, das es genauso zu erhalten gilt wie Schlösser, Kirchen, Theater und ähnliches mehr. Der Landschaftserhaltungsauftrag im Nationalpark läßt hier eine optimale Kombination bei der Erfüllung beider Aufgaben zu.
13.07.2007, Lebensministerium III/4


