Waldviertler Graumohn g.U.
"Waldviertler Graumohn g.U." ist eine österreichische, regionale Spezialität mit geschützter Ursprungsbezeichnung. Grundlage für die geschützte Ursprungsbezeichnung von Waldviertler Graumohn ist die Verordnung VO (EWG) Nr. 2081/92.
Ziel dieser Verordnung ist der Schutz und Hinweis auf die Bedeutung des Zusammenhangs zwischen Eigenschaften von Produkten und ihrer geografischen Herkunft.Waldviertler Graumohn g.U. stammt ausschließlich aus dem Waldviertel (politische Bezirke Gmünd, Waidhofen/Thaya, Zwettl, Horn, Krems Land nördlich der Donau und Melk nördlich der Donau). Dieser Mohn verdankt seine Güte den geografischen Verhältnissen (weite Hügellandschaft, raues Klima, ausgeprägter Taufall ) einschließlich der natürlichen und menschlichen Einflüsse dieser Region ( viele Jahrhunderte Mohnanbautradition, kleinstrukturierte Betriebe, gemeinschaftliche Anbau- und Vermarktungsinitiativen)
Das blau-gelbe Logo repräsentiert die Furchen eines bestellten Feldes, umgeben von 12 Sternen und das Ganze im Mittelpunkt einer stilisierten Sonne. Im Internet http://www.europa.eu.int/qualityfood können sich Verbraucher und Hersteller über dieses Schutzsystem informieren.
Beantragt wurde dieses Zeichen vom Verein zur Förderung der Sonderkulturen im Waldviertel mit Sitz am Waldlandhof. Der Verein ist gleichzeitig Kontrolleinrichtung, überprüft den Anbau von Waldviertler Graumohn g.U. und vergibt die Kennzeichnungsetiketten.
Kontakt:
Waldviertler Sonderkulturenverein
3533 Oberwaltenreith 10
Tel: 02826/7443 Fax DW 50
hof@waldland.at
www.waldland.at
Viele Jahrhunderte schon ist man im Waldviertel mit der Verwendung des kleinen, grauen Samens aus der Kapselfrucht vertraut. Die urkundlichen Erwähnungen von Mohn reichen weit zurück (Urbar des Stiftes Zwettl). Bis zum Jahre 1933 notierte Waldviertler Graumohn als Qualitätsmarke an der Londoner Produktenbörse.Gerade auch die fehlende Mechanisierung brachte den Mohnanbau in der Folge fast zum Erliegen. Zu Beginn der 80 er Jahre konnte durch die Gründung des Vereines zur Förderung der Sonderkulturen im Waldviertel mit Sitz am Waldlandhof , eine schlagkräftige Anbau- und Ernteorganisation geschaffen werden. Die wirtschaftliche Bedeutung des Mohnes konnte dadurch gesteigert werden. Die weiß-lila-rot blühenden Mohnfelder Ende Juni/Anfang Juli , die Mohnkapsel für Zierzwecke und der Samen für köstliche Speisen und Ölgewinnung zeichnen die Vielfalt dieser Pflanze aus.
06.05.2005, Lebensministerium III/4

