"Raiffeisenzeitung" vom 01.11.2007
Noch mehr Genuss im Burgenland
"Der Erfolg der Initiative spiegelt die steigende Nachfrage des Konsumenten nach regionalen Produkten wider", gratulierte Nora Salomon, Einkaufsleiterin der Billa AG, als Vertreterin der "Allianz für starke Regionen".
Die Initiative "Genuss Region Österreich" wurde im April 2005 von Lebensministerium, Agrarmarkt Austria Marketing und den Bundesländern gestartet. "Wir wollen damit die Vielfalt an hochwertigen regionalen Spezialitäten und die Kulturlandschaften, in denen sie ihren Ursprung haben, in den Mittelpunkt rücken", erläuterte Klauser, die den rekonvaleszenten Landwirtschaftsminister Josef Pröll vertrat.
Verliehen wird die begehrte Auszeichnung nur an regionaltypische Produkte, die nach traditionellen Methoden und Rezepten verarbeitet werden und aus hochwertigen Rohstoffen hergestellt sind. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Verankerung der Produkte in der lokalen Gastronomie sowie die Vermarktung vor Ort - etwa durch Ab-Hof-Verkauf oder andere Angebote.
"Die Initiative leistet einen wichtigen Beitrag zur besseren Positionierung der Regionen und der Lebensmittelwirtschaft", betonte AMA-Geschäftsführer Stephan Mikinovic. So standen die Genuss Regionen 2006 und 2007 unter dem Motto "Best of Austria" im Zentrum des Auftritts der Österreich Werbung bei der internationalen Tourismusmesse (ITB) in Berlin. Und auch auf regionaler Ebene lassen sich wirtschaftliche Erfolge für die Genussregionen vorzeigen. In der "steirischen Romantik" verwöhnen beispielsweise 25 "Wilde Wirte" ihre Gäste mit Wildspezialitäten. "2007 konnte diese Wirtekooperation ein Umsatzplus von 200 % erzielen", freute sich Mikinovic, "das zeigt wie gewinnbringend es sein kann, sich unter einer gemeinsamen starken Marke zu positionieren."
Unterstützt wird die Initiative von zehn prominenten Wirtschaftsunternehmen, die sich zur "Allianz für starke Regionen" zusammengeschlossen haben. Vertreten sind u. a. die Handelsketten Spar, Billa und Hofer, die Fleischwarenerzeuger Berger und Stasnik sowie der Landmaschinenhersteller Steyr.
Mit der Aufnahme der fünf neuen Genussregionen im Burgenland konnte Österreichs östlichstes Bundesland die Zahl seiner Genussregionen innerhalb eines Jahres verdoppeln: "Das Burgenland ist ein modernes Agrarland", erklärte Landesrat Niki Berlakovich, "Unsere größten Chancen bestehen nicht in der Erzeugung von Massengütern, sondern in der Qualitätsproduktion." Berlakovich unterstrich auch die Bedeutung einer funktionierenden, nachhaltigen Landwirtschaft: "Der Konsum und Genuss bäuerlicher Qualitätsprodukte ist ein Beitrag für mehr Lebensqualität und Wertschöpfung im ländlichen Raum", sagte er. Damit könne ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung des typischen Landschaftsbildes ebenso geleistet werden wie zum Umweltschutz und zur Arbeitsplatzsicherung.
06.11.2007,

