Dunkelsteiner Hagebutte - Produkt

Fotocredit: W.J.Pilsak at the German language Wikipedia (GFDL)
Blüte der Hundsrose (Rosa Canina)
W.J.Pilsak at the German language Wikipedia (GFDL)
Ausgangsstoff für die Hagebuttenfrüchte sind die Wildrosenarten. Als Pflanzmaterial sind aktuell nur jene Wildrosenarten zugelassen, welche den Eigenschaften und Anforderungen der aktuell in der Spezifkiation beschrieben Arten entsprechen. Das Pflanzmaterial für die Auspflanzung von Wildrosen wird von Betrieben in der Region zugekauft.
Die Dunkelsteiner Hagebutte wird ausschließlich von rotbeerigen Wildrosenarten geerntet. Derzeit werden die Hagebutten von den Wildrosenarten Hunds-Rose, Rauhblättrige Rose, Essigrose, Glanz-Rose, Wein-Rose, Kleinblütige Rose, Kriech-Rose, Vogesen-Rose und die Bibernell-Rose verwendet. Hauptsächlich werden die Früchte der Hunds-Rose geerntet, da sich diese Früchte besonders gut zur Weiterverarbeitung eignen. Die Frucht hat einen intensiven Geschmack nach Hagebutten und die gewünschte rote Fruchtfleischfarbe.

 

Hagebutte (lat. Rosa canina)


Die Frucht:


Fotocredit: GRM/Werner Krug
frisch vom Wildrosenstrauch: Dunkelsteiner Hagebutten
GRM/Werner Krug
Als Hagebutten (auch Hägen, Hiefe, Hiffen, Hiften, Rosenäpfel, Hetschhiven, Hetscherl, Hiven, Hetschepetsche) bezeichnet man die ungiftigen Früchte verschiedener Wildrosenarten, besonders der  Hundsrose. Der Namensteil Hag - weist auf das Vorkommen der Pflanze (Rosa canina) an Hecken hin, während der zweite Teil des Namens Butte dem alten Lautstand des süddeutschen  "Butz", "Butzen" ("Verdickung") entspricht. Als Hagebutten werden landläufig auch die Wildrosen selbst bezeichnet, an denen Hagebutten wachsen (v.a. die Hundsrose, Rosa canina). Die Hagebuttenfrucht ist eine rote, olivförmige Sammelfrucht, die viele kleine Nüsse enthält.

 

 

 

Das Fruchtfleisch:


Das Fruchtfleisch der im Spätherbst (ab Mitte Oktober bis Dezember) geernteten
Früchte entsteht aus dem fleischigen Blütenboden. Es ist süßsauer und reich an
Vitaminen, insbesondere Vitamin C (Ascorbinsäure) – um ein 5-faches höher als der
Vitamin C Gehalt des Sanddorns (Hagebutte: 1250 mg / 100 g Vit. C;
Sanddornbeerensaft: 266 mg / 100 g Vit. C).
Das Vitamin C in der Hagebutte baut sich im verarbeiteten Produkt sehr langsam ab
– erst ab einem Jahr – im Gegensatz zu Sanddorn, Quitte und Sauerkraut.
Hagebutte enthält aber auch Vitamin A, B1 und B2.


Die Nüsschen:


Die Nüsschen der Hagebutte sind mit feinen, widerhackenbestückten Härchen
bedeckt, die bei Hautkontakt Juckreiz hervorrufen. Daher sollten die Samen nicht
mitgegessen oder verarbeitet werden. Hagebutten können roh gegessen werden, nachdem die Nüsschen entfernt wurden.
Je später man sie pflückt, desto süßer sind sie. Die Früchte bleiben oft den ganzen
Winter am Strauch und sind meist auch noch im Frühling problemlos genießbar.
Hagebuttenfrucht, die mehrmals gereift ist (gefroren) kann auch als rohe Frucht
verzehrt werden, sofern die Nüsschen entfernt werden.


Die Fruchtverarbeitung:


Fotocredit: GRM/Werner Krug
reife Dunkelsteiner Hagebutten
GRM/Werner Krug
Die Früchte können zu Mus oder Marmeladen (Hagebuttenmark) verarbeitet werden.
Aber auch zum Würzen von Fleischgerichten eignen sich Hagebutten. In der
Fleischverarbeitung, in Mehlspeisen, Teigwaren, Honig, Schokolade und Fruchtwein
werden Hagebutten veredelt. Hagebutten lassen sich auch zu Edelbrand, Likör,
Fruchtsaft und Aufgussgetränken verarbeiten. Die meisten der im
Lebensmittelhandel erhältlichen Früchteteemischungen bestehen hauptsächlich ausHagebutten.