Mostviertler Mostbirn - Produkt

Vom Haustrunk zum trendigen Genuss

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Mostviertler Mostbirn
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Schon die Kelten vertrauten auf die gesunde Wirkung des Mostes. Doch zu jener Zeit soll er noch ein recht grobschlächtiges Getränk gewesen sein.

Erst die Römer führten in der Gegend des heutigen Mostviertels die Kunst der Veredelung und der verfeinerten Produktion ein. Sie stellten Sortenreines her: pomacium (Apfelmost) oder piracium (Birnenmost). Die erste Nennung von Birnmost in der Region Mostviertel erfolgte durch den Minnesänger Neidhart von Reuenthal um 1240.

Die Mostviertler pflanzten über Jahrhunderte hinweg Obstbäume. „Diese Häuser hat der Most gebaut“ hieß es von den mächtigen Vierkanthöfen. Maria Theresia verordnete sogar die Anpflanzung von Streuobstbäumen entlang sämtlicher Landes- und Bezirksstraßen. Josef II. machte es Eheleuten zur Pflicht, mindestens zwei fruchttragende Bäume zu setzen.

Ende des 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatte der Most seine beste Zeit. Die Zahl der Bäume schätzte man in die Millionenhöhe. Doch wenige Jahre später geriet der Most völlig aus der Mode. Weit über die Hälfte der Bäume wurden gerodet. Ein immenser Verlust, wenn man bedenkt, dass ein Mostbaum etwa 30 Jahre benötigt, um nennenswerte Erträge zu bringen.

Heute erfreuen sich die Mostviertler Moste wieder großer Beliebtheit. Und der beste Platz sie zu genießen, ist die Moststraße.

So schmeckt Most
Das hellgelbe bis bernsteinfarbene Getränk schmeckt nach frischen Früchten und wird in vier Geschmacksrichtungen angeboten: mild, halbmild, kräftig und resch.
Während in anderen Gegenden Österreichs eher säuerlich schmeckende Apfelmoste getrunken werden, bevorzugt man hier mild fruchtige Birnenmoste.
„Zur guaten Kost an guat’n Most“: Most lässt sich auch in der heimischen Küche bestens verwenden: für Mostschnitzel, Mostbraten, Mostkeks oder gar Mostpudding.

So gewinnt man Most
Die Zubereitung von Most ist ähnlich anspruchsvoll wie die von Wein. "Mostviertler Birnmost" ist ein traditionell bäuerlich hergestellter Birnenwein, dem im Gegensatz zur Herstellungsweise in anderen Gebieten kein Fruchtsaftkonzentrat oder Apfelsaft zugesetzt werden darf. Die Basis für die Mostproduktion bilden Mostbirnen, das sind Birnensorten, die sich aufgrund ihres adstringierenden Phenolgehalts nicht zu Speisezwecken eignen.

Qualitativ hochwertiges Obst – im Mostviertel vorwiegend Mostbirnen - wird von Hand gelesen, säuberlich gewaschen und dann zerkleinert. Die so erhaltene Maische wird zur Saftgewinnung gekeltert. Der Saft wird wenn nötig entschleimt und durch Zugabe von Reinzuchthefe zu einer gezielten, reintönigen Gärung in Holz-, Kunststoff- oder Nirofässern gebracht. Die Gärdauer beträgt max. 3 – 6 Wochen um das Entstehen von Mostfehlern (Fehlgeschmack) zu verhindern. Nach dem Gärende wird der Most so rasch wie möglich vom Geläger (abgestorbene Hefe u. max. kleine Fruchtteilchen) abgezogen.
Anschließend wird der "Mostviertler Birnmost" durch Schwefelung, Schönung mit Gelatinen oder Bentoniten, Zusatz von Apfel-, Milch- oder Zitronensäure, Aufzuckerung und Filtration so behandelt, dass ein haltbares, dem Österreichischen Weingesetz entsprechendes Produkt entsteht. Der Alkoholgehalt von Most liegt zwischen 4 bis 8 Volumsprozent. Zum Vergleich: Bier hat etwa 5 Volumsprozent Alkohol, Wein rund 12 %.
Als „Mostviertler Birnmost“ darf nur der Most bezeichnet werden, der mit dem Mostgütesiegel prämiert wurde.
 
Zusammenhang mit Mostviertel
Im Mostviertel herrschen optimale Bedingungen für den Mostbirnenbau. Das Klima ist feucht genug und nicht zu warm, bei gleichzeitig optimaler Tiefgründigkeit und Fruchtbarkeit der Böden (vgl. Bodenanalysen und Temperaturtabellen im Anhang). Dies ist wichtig für die Qualität der Mostbirnen, so dass sie ausreichend Säure (min. 5 o/oo pro Liter) und Gerbstoff in ihren Früchten aufbauen, zwei wichtige Inhaltsstoffe, die für den Geschmack und die Haltbarkeit des Birnenmosts ausschlaggebend sind.

Der "Mostviertler Birnmost" wird aus traditionell im Mostviertel angepflanzten Mostbirnensorten hergestellt. Diese Mostbirnen verleihen dem Birnenmost seinen charakteristischen, fruchtigen Geschmack und sein volles Aroma, gepaart mit der typischen Säure und Adstringenz. Durch das Fehlen der Äpfel unterscheidet sich der Mostviertler Birnmost auch geschmacklich von den Mosten oder Cidres anderer Regionen.
 Durch die Nutzung der alten Birnbäume werden diese und ihre Abkömmlinge als Ausdruck einer sehr umweltschonenden, extensiven und traditionell verwurzelten bäuerlichen Wirtschaftsform auch in Zukunft erhalten. Nur durch diese wirtschaftliche Nutzung kann der Birnbaum als landschaftsbildprägendes "Wahrzeichen des Mostviertels" auch in Zukunft stabilisiert und als touristisches Aushängeschild des Mostviertels weiterhin auch indirekt genutzt werden (z.B. intensive Bewerbung der Birnbaumblüte Ende April - "Das Viertel blüht").


Geschichte des Mostviertler Birnmost

… die große Chance, die regionale Herkunft, „Das Mostviertel“ über das namensgleiche Produkt,
 über die Landes- u. Bundesgrenzen hinaus, zu vermarkten u. bekannt zu machen!

Mostviertler Birnmost – GENUSS REGION ÖSTERREICH
eine vom Lebensministerium ins Leben gerufene Aktion, um spezielle Schmankerl einzelner
kleinerer Regionen quasi über den Feinkostladen Österreich zu vermarkten.

Qualität entscheidet
 
Mostviertler Birnmost ist eine qualitativ hochwertige Cuvee von Birnenmosten, bzw. auch ein reinsortiger Birnenmost, der aus den regionstypischen, alten Mostbirnensorten hergestellt wird.

Mittels vorangegangener Laboruntersuchung u. anschließender Blindverkostung wird der Most von einer geübten Kostjury nach strengen Kriterien dazu auserkoren, diese Marketinglinie als Auszeichnung führen zu dürfen – die Gütesiegelprüfnummer bestätigt dies!
Damit wird die Spreu vom Weizen getrennt – nur beste Birnenmostcuvees od. reinsortige Birnmoste mit dem typisch erfrischenden, würzig – birnigen Duft u. Geschmack, dürfen sich Mostviertler Birnmost nennen.
Jeder Konsument, der sich an diese hochwertigen Produkte hält, kommt in den Genuss,
ein hochwertiges „Stück Mostviertel“ erworben hat!

Einzigartig
 
Die Mostviertler Birnmoste sind ohne Übertreibung europaweit an der Spitze zu suchen.
Was liegt da näher, als dafür ein einzigartiges, unverkennbares Outfit zu kreieren!
Gefüllt in die original Mostflasche u. gekennzeichnet durch die gläserne Moststampiglie im Schulterbereich.

Die Mostflasche hat´s im wahrsten Sinn des Wortes „in sich“!

Etikettiert in den mostviertelroten Farben, ist der Mostviertler Birnmost an der roten Schrumpfkapsel mit der Mostviertelskizze unter vielen Mosten unverwechselbar!

Einzigartig auch die Sorgfalt, das handwerkliche bäuerliche Können und die Liebe des Mostbauern zum Produkt, welches ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist!
Respekt und Anerkennung jenen Mostbauern, die mit Ihrer Beständigkeit den Wandel in Punkto Qualität initiiert haben! Ihr Verdienst ist es, dass der Mostviertler Birnmost heute ein Genuss -Wegweiser für alle Mostliebhaber u. die, die es noch werden wollen, ist!

Edel ist, wer Edles trinkt!