Tennengauer Almkäse - Produkt

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So kam der Käse in den Tennengau

Die Käseerzeugung im Tennengau hat eine lange Tradition. Schon die Kelten am Dürrnberg hatten einen Ur-Käse hergestellt. 400 v.Chr. stürmten die Kelten über die Alpen und ließen sich im Tennengau nieder. Für die Jäger wurde die Tagesration Milch in Schafmägen gefüllt. Durch Sonneneinstrahlung und durch das Schütteln während des Transportes und durch die Reste des Verdauungssegmentes Lab im Schafsmagen verwandelte sich die Milch in einen dicken Klumpen. Der erste Käse war entstanden. In Kürzester Zeit kannten die Kelten für die Käsekunst auch noch heute wichtige Siebe zum Abschöpfen des Rahms und brachten die Käsekunst dadurch ein ganzes Stück weiter.
Seither wurde das Herstellungsverfahren immer weiter verfeinert, bis hin zu solchem Käse, den wir heute kennen. Seit Generationen entsteht in den Tennengauer Käsereien jener Käse, für den die Region bekannt ist. Überlieferte Rezepturen verwandeln die Milch aus der Region zu Käsevariationen mit ganz charakteristischen Geschmacksnuancen. Jede Käserei hat ihre hauseigenen Spezialitäten.


Was den Tennengauer Almkäse ausmacht

Die schmackhaften Wiesen und somit die Fütterung, begründet die besondere Qualität der Milch – und damit auch des Tennengauer Almkäses. Im Sommer grasen die Milchkühe auf den Feldern und Berghängen, im Winter fressen sie Heu aus der Region. Eine besondere Eigenschaft der silofreien Milch prädestiniert sie geradezu für die Käseerzeugung: Im Vergleich zu herkömmlicher Milch weist sie eine weit geringe Anzahl an Clostridiensporen auf. Diese Bakterien können, wenn sie in zu hoher Zahl auftreten, die unerwünschte Buttersäuregärung auslösen und Blähungsdefekte beim Käse bewirken. Weil diese Gefahr bei der Heumilch wegfällt, kann sie als Rohmilch verarbeitet werden. Dadurch bleibt ihr voller Geschmack erhalten und findet sich im Käse wieder. Auf Konservierungsmittel und andere haltbarmachende Zusatzstoffe kann verzichtet werden. Das kommt dem Wunsch vieler Menschen nach möglichst naturreinen Lebensmitteln entgegen. Zudem schätzen gesundheitsbewusste Konsumenten den hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, die dem Herzschutz dienen. Dass die Heumilch besonders viel Kalzium liefert, ist ein weiterer Bonus.

Qualität & Kontrolle ist den Tennengauern wichtig!

Die regionalen Käsereien orientieren sich an erprobten Qualitäts- und Kontrollsystemen. Durch die Kriterien, dem Herkunftsnachweis und den Kontrollen des AMA-Gütesiegels wird die außergewöhnliche Qualität des Tennengauer Almkäses garantiert. Zahlreiche Betriebe unterliegen biologischen Richtlinien, wobei das Bio-Gütesiegel nur dann verliehen wird, wenn alle Schritte der Käseerzeugung den anspruchsvollen Vorgaben entsprechen – von der Herkunft der Heumilch bis zur Verarbeitung. Laufende unabhängige Kontrollen garantieren die Einhaltung. Das Sortiment umfasst Hartkäse, halbharten Käse, Schnittkäse, Weichkäse und Frischkäse aus Kuh- und Ziegenmilch. Die Konsumenten erhalten den Tennengauer Almkäse ab Hof, in Hofläden und im Einzelhandel. Viele regionale Gerichte werden von seinem Geschmack getragen: Die beliebte Rahmsuppe oder die Käsespatzen mit Rauchkuchlkas sind typische Beispiele dafür.

Für die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und die Bereitstellung hochwertiger und gesunder Käseprodukte setzen die Tennengauer Käsehersteller ihr gesamtes Fachwissen ein.