Ausseerland Saibling & Forelle - Produkt

Fotocredit: Foto: Öbf Archiv /Hauer
Ausseerland Seesaibling
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Gekommen, um zu bleiben

Der schlanke, langgestreckte Vertreter der Lachsfische präsentiert sich mit grün- gelber Grundfarbe, heller Kehle und Bauchflossen mit weißem Saum. Weil der Saibling teilweise eine prächtige, rote Färbung auf der Bauchseite trägt, ist er auch als Rotforelle bekannt. Seine Stammform tummelte sich als Wanderfisch im Nördlichen Eismeer und gelangte während der Eiszeiten in die Binnengewässer der Alpen, wo er zum Standfisch wurde. Er hält sich gerne in tiefen Wasserzonen auf und ist beinahe bis zum Gefrierpunkt aktiv. In warmen Gewässern fürchtet er sich vor Parasiten und stellt die Nahrungsaufnahme ein. Die kalten und teilweise sehr tiefen Seen im Ausseerland schätzt er daher sehr. Hier ist er in seinem Element. Selbst dass sie oft mehrere Monate im Jahr zugefroren sind, stört ihn nicht. Weil er hohe Ansprüche an das Sauerstoffangebot stellt, kommt ihm der Altausseer See besonders entgegen. Seine Wasserschichten werden zwei Mal im Jahr – im Frühjahr und im Herbst – kräftig durchmischt. Der Saibling findet daher mächtige Schichten an sauerstoffreichem Tiefenwasser vor. Während der Sommermonate ernährt er sich hauptsächlich von Zooplankton, im Winter sind Benthosorganismen (bodenbewohnende Organismen) seine Beute. In Hochgebirgsseen spielt in der eisfreien Zeit auch die Anflugnahrung eine Rolle.

So mancher Saibling erreicht ein beachtliches Alter von bis zu 40 Jahren. Es gibt allerdings nur mehr wenige Lebensräume, die ihm solch ein langes Leben bescheren. Weil der Saibling recht empfindlich ist, leidet er unter jeder Form von Gewässerverunreinigung. Die weltweiten Bestände sind drastisch zurückgegangen, in vielen Regionen ist er bereits ausgestorben. Deshalb haben Wissenschafter schon in den 1980er Jahren zur weltweiten „Saiblingswache“ („charr watch“) aufgerufen.
 

Rausgefischt und aufgetischt

Der Saibling ist nicht nur ausgesprochen schön, er ist auch besonders wohlschmeckend. Der Ausseerland Saibling ist für sein festes und gleichzeitig zartes Fleisch bekannt. Das typische Merkmal, die hellrosa Färbung, verdankt es dem speziellen Plankton der Seen. Frischer Saibling ist saisonal von Mai bis September verfügbar. In den Fischereibetrieben der Gegend wird er küchenfertig vorbereitet oder auf traditionelle Weise über Buchenholz geräuchert.