Ennstal Lamm

Fotocredit: GRM
Ennstal Lamm
GRM

Die GenussRegion Ennstal Lamm ist ein besonderes Naturjuwel in der Steiermark. Natürliche Bergwiesen, Almen und Weiden prägen das Landschaftsbild.

Die Erzeugung des Ennstal Lamms ist das Ergebnis von traditionellem Wissen der Schafhaltung und Lämmerproduktion, das an die  in diesem Bereich Tätigen vor allem mündlich und durch praktische Erfahrungen und Lehren weitergegeben wurde. Das traditionelle Wissen umfasst die Anpassung der Herdenhaltung an die Gegebenheiten und an die Umwelt, die Auswahl und Zucht der Rassen, das Know-how der Hirten und Tierhalter u.v.m.

Diese einzigartige Kulturlandschaft ist nicht nur für die landwirtschaftliche Nutzung von großer Bedeutung, sondern auch für den Tourismus stellen diese gepflegten Flächen einen besonderen Wert dar – als Erholungsflächen im Sommer als auch im Winter. Die Ennstaler Schafbauern leisten einen großen Beitrag, damit die Almen, Wiesen und Weiden erhalten bleiben. Durch die Beweidung dieser Flächen mit Schafen und Lämmern verhindern sie ein „Zuwachsen“ der Kulturlandschaft, vor allem der Almen, denn die Baumgrenze drängt ständig nach oben.

Das Schaf ist seit Jahrtausenden im Alpenraum nachgewiesen. In der Region des Enns- und Paltentales wurden in der Nähe von bronzezeitlichen Schmelzstätten Knochen von Schafen gefunden.In vielen Almordnungen seit dem 17.Jh. wurde festgelegt, dass das wertvolle Weideland in der Nähe der Almhütten und im begehbaren Gelände den Rindern vorbehalten war, die Schafweide dagegen meist oberhalb auf Magerrasen, oft zwischen Felszonen und auf sehr steilen Alm- und Berghängen. Die Zonen oberhalb der letzten Hochalmen wurden seither optimal genutzt. Die Höhenwanderung der  Schafe von Gipfel zu Gipfel kann man an den dichten, durch den Schafmist üppig grün gedüngten Rasenteppich auf den „Schafgipfeln“ erkennen. (Schoberspitz, Sibnabell im Dachsteingebirge)

Der Vorteil der Beweidung mit Schafen besteht in der Schonung der oft dünnen Humusdecke im Gebirge. Während das heutige Jungrind, doppelt so schwer wie vor 150 Jahren, die Weidegangeln und starke Humus-Zerstörungen bei Tränken usw. verursacht, kann das leichte Schaf mit seiner „goldenen Klaue“ den Boden verfestigen, ohne Schaden anzurichten.

Ideal ist das Schaf als „Rasenmäher“ auf Skipisten:

  • schonende Verfestigung der aufgebrachten Humusdecke
  • keine Trittspuren
  • sicherer Halt auf den Steilstücken
  • idealer „Miststreuer“ – gleichmäßige Düngung
  • kurzer Rasenschnitt
     

Das Ennstal Lamms wurde im Jahr 2013 als GenussRegion ausgezeichnet.
 

Informationen bei:
Walter Schmiedhofer, Obmann
Pichlmayergasse 18    
8700 Leoben  
Tel: 03842 / 253 33 -9    
Fax: 03842 / 253 33 -31 
E-Mail: schafe-ziegen@lk-stmk.at | walter.schiedhofer@gmx.at