Osttiroler Kartoffel - Produkt

Fotocredit: Foto: Franz Klocker
Foto: Franz Klocker
Seit den 30er Jahren wird in Osttirol im Gebiet des Lienzer Talbodens Kartoffelanbau im größeren Umfang betrieben. Aufgrund der für den Erdäpfelanbau optimalen, luftigen Böden (anlehmiger Sand bis lehmiger Sand) wurde zunächst mit der Produktion von Speisekartoffeln begonnen.

Zur Zeit werden auf insgesamt ca. 76 ha Kartoffeln in Osttirol angebaut. Das Hauptanbaugebiet befindet sich am Lienzer Talboden auf einer Seehöhe von 650 bis 750 m. Der geringe Krankheitsdruck und die sehr luftigen Böden sowie die Nematodenfreiheit gewährleisten einwandfreie Qualität.

Osttirol gilt als "Gesundungsgebiet" für die Kartoffelproduktion in Österreich.

Eine konsequente Qualitätspolitik und die Ausarbietung von Anbau- und Lieferrichtlinien haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass die Produktion und der Verkauf höherwertiger Ware forciert werden konnten. Um optimale Qualität und Ertrag zu garantieren, werden die Sorten dem Standort angepasst was ihre Widerstandsfähigkeit gegen sortentypische Krankheiten und den pH-Wert betrifft.

Hauptaugenmerk wird auf die Produktion von Speisekartoffeln gelegt, die in der Region vermarktet werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Saatgut-Produktion.

 Osttirols Kartoffel „OSKAR“ wurden zu einem hochprozentigem Genuss
 

Fotocredit: Foto: Osttiroler Bote/Gerti Goller
Foto: Osttiroler Bote/Gerti Goller
Die Genuss Region Osttiroler Kartoffel kurz „OSKAR“ ist um eine kulinarische Innovation reicher. Die Schnapsbrenner Mag. Rudolf Schwarzer und Dipl. Ing. Hermann Kuenz veredelten OSKAR zu Kartoffelschnaps und Wodka.
 
Kartoffeln mit ihren zahlreichen Variationsmöglichkeiten zählen zu den gesündesten und schmackhaftesten Lebensmitteln überhaupt.

Die Raiffeisengenossenschaft Osttirol hat im UNESCO-Jahr der Kartoffel 2008 ein Saatbauzentrum in Dölsach um 2 Mio. € gebaut, mitfinanziert durch die heimischen Kartoffelbauern und durch EU- Förderungen.
Auf ca. 60 ha wird die Kartoffel in Osttirol angebaut, hauptsächlich im Lienzer Talboden. Die Erntemenge von ca. 1.800 Tonnen/Jahr wird einheitlich unter dem Namen OSKAR vermarktet.
Die beiden Osttiroler Aushängeschilder für Schnapsbrennerkunst Rudolf Schwarzer und Hermann Kuenz machen den mittlerweile in Vergessenheit geratenen Kartoffelschnaps (erstes Erdäpfelschnapsbrennen seit dem 2. Weltkrieg) wieder bekannt.
Am 05. Februar 2009 wurde der Kartoffelschnaps der Öffentlichkeit und der lokalen Presse von den beiden Destillateuren und Franz Klocker von der RGO/ Saatbau in Lienz präsentiert und hat großen Anklang erhalten.
Franz Klocker, der den OSKAR-Brand salonfähig machen will, hofft, dass der Kartoffelschnaps bald genauso in aller Munde ist, wie der Osttiroler Pregler. Zu diesem Zweck sucht man in der Osttiroler Genuss Region (eine von 113 Genuss Regionen Österreichs) Genuss Regions Wirte, die Gerichte mit den Osttiroler Kartoffel auf ihre Speisekarte bzw. den Edelschnaps auf ihre Getränkekarte setzen.
Hermann Kuenz, in dessen Brennerei seit 300 Jahren Schnaps gebrannt wird, hat sich aus dem OSKAR Sortiment zwei Sorten ausgesucht, die für die Maische am besten sind. Um welche Sorten es sich dabei handelt, bleibt aber sein Geheimnis. Hermann Kuenz möchte, dass sein Schnaps an frische Kartoffel erinnert. „Der Erdäpfel is g'sund, der Schnaps is g'sund; wie g'sund muss dann erst der OSKAR sein“, meint Kuenz.
Auch Schwarzer kann mit seiner Brennerei auf eine lange Tradition zurückblicken.
Sein Kartoffelbrand zeichnet sich durch besonders intensives Kartoffelaroma aus.
Sowohl die erdigen, als auch die süßen Akzente der Kartoffel werden hervorgehoben. Schwarzer bietet zusätzlich zum Edelbrand auch einen Wodka41 und Wodka57 an.

Bei der Herstellung der Maische wird den Knollen nach dem Zerkleinern, die Stärke entzogen und in Zucker umgewandelt, der dann vergären muss. Dann wird der Schnaps gebrannt.

Die Edelbrände sind bei den beiden Schnapsbrennern, bei den Genuss Wirten, auf dem Stadtmarkt in Lienz und bei der RGO-BIO Tankstelle erhältlich und wurden bereits zur Prämierung der „Destillata 2009“ eingereicht.

Fotocredit: Foto: Osttiroler Bote/Gerti Goller
Foto: Osttiroler Bote/Gerti Goller

 

 

 

 

 

Foto: v.l.  Rudolf Maria Schwarzer, Franz Klocker RGO|Saatbau, Hermann Kuenz