Osttiroler Kartoffel - Region

Fotocredit: Foto: Franz Klocker
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Osttirol ist bekannt für seine Sonnenscheindauer. Sie wird in Österreich nur von einigen Höhenstationen und im pannonischen Raum erreicht. Mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzflächen des Bezirkes liegen über 2.000 m Seehöhe. Insgesamt stehen nur etwa 9 % der Fläche Osttirols (18.363 ha) für die Bewirtschaftung zur Verfügung. Das Klima Osttirols kennzeichnet sich durch warme und feuchte Sommermonate und durch kalte, aber niederschlagsarme Wintermonate. Es ist eher rauh und trocken mit kleinklimatischen Unterschieden: Zum Beispiel fällt in den inneralpinen Tauerntälern eine Jahresniederschlagsmenge um die 800 mm, im südlich gelegenen Gailtal hingegen bis zu 1.150 mm.

Diese Gegebenheiten schließen landwirtschaftliche Massenproduktion aus. Beim Kartoffelanbau wird der scheinbare klimatische Nachteil zum Vorteil. Das rauhe Klima verhindert die Vermehrung von Erdapfelschädlingen und macht so aus dem Tiroler Bezirk ein "Gesundgebiet“. Die großen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht bewirken zudem viel Positives für die Qualität der Erdäpfel, weil sie durch die rauen Nächte langsamer wachsen.