Bregenzerwälder Alpkäse und Bergkäse

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Bregenzerwälder Alp- und Bergkäse

Bis in die 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde im Bregenzerwald nur Sauerkäserei (die Milch wurde ganz entrahmt) betrieben, bei der man auch viel Butter erzeugen konnte.

Diese Buttererzeugung war auch notwendig, da man Steuern der Obrigkeit in Form von Butter abführen musste. Nach dem 30 jährigen Krieg kamen aus dem Appenzell Sennen in den Bregenzerwald, die den Einheimischen die Kunst des Fettsennens (die Milch wird dabei nicht oder nur teilweise entrahmt) vermittelten und zum Teil auch hier Alpen pachteten und selbst Sennereien errichteten. Die typischen Alp- und Bergkäse entstehen in dieser Zeit und entwickeln sich zum „weißen Gold“ der Region.
Heute wird der Bregenzerwälder Bergkäse vorwiegend in den 17 Talsennereien, die halb- oder ganzjährig bewirtschaftet werden, nach alter Tradition hergestellt. Auch einzelne bäuerliche Käsemacher erzeugen diese traditionelle Käse-Spezialität der Region. Gesamthaft werden an die 3000 Tonnen Bregenzerwälder Bergkäse erzeugt.


Zu den kulinarischen Kostbarkeiten Österreichs zählen Bregenzerwälder Alpkäse, welche ausschließlich auf den Alpen im Sommer handgeschöpft erzeugt werden. Über 90 Sennalpen gibt es noch im Bregenzerwald, die die Höhen des Bregenzerwaldes mit zahlreichen Milchkühen bevölkern. Unterschiedliche Gräser und Kräuter auf den verschiedenen Alpgebieten formen die geschmacklichen Nuancen der Alpkäse. Nur im Bregenzerwald erleben Käsefreunde diese feinen charakteristischen Geschmacksunterschiede, wenn man die Alpkäse unterschiedlicher Alpsennereien miteinander verkosten darf. Die 200 Tonen Alpkäse sind ein ganz besondere Rarität, welche jeden Käsefreund begeistert.

Alp- & Bergkäsekultur im Bregenzerwald
Die Gegenüberstellung verschiedener Alp- und Bergkäse ist beim Abschluss des Alpsommers jährlich in Schwarzenberg bei der Alp- und Bergkäseprämierung erlebbar. Nahezu alle Alpen und Sennereien lassen ihre Alp- und Bergkäse mit unterschiedlichen Reifezeiten von einer gestrengen Jury überprüfen.
Die Laibe der Alp- und Bergkäse haben meist einen Durchmesser von 55 bis 60 cm. Die kleinen Löcher sind ein Qualitätsmerkmal. Von 6 Monate gereiften Alp- und Bergkäsen bis hin zu zweijährigen Käselaiben werden die „Goldreserven“ des Bregenzerwaldes auf Aussehen, Geschmack, Geruch, Konsistenz fachmännisch beurteilt. Das Jahr über kontrolliert das Qualitätsmanagement Vorarlberg „Luag druf“ die Qualität der Käse und deren Herstellung.

Auch in der hermischen Gastronomie wie auch in den Käsevitrinen der Nahversorger werden die unterschiedlichen Reifestadien zelebriert. Die Herkunft der Käse ist nachvollziehbar. Von mild bis würzig, mit nussigem oder an Mandel erinnerndem Geschmack bis gehaltvoll an Kräutern reicht die geschmackliche Beurteilung der Käsefreunde und Käsekenner.

Bregenzerwälder Alpkäse und Bergkäse wurde 2005 als Genuss Region ausgezeichnet.

Informationen bei:
KäseStrasse Bregenzerwald
Verein zur Förderung der Bregenzerwälder Käsekultur
A-6951 Lingenau, Zeihenbühl 423
Tel. +43 (0)5513-42870-41
Fax. +43 (0)5513-42870-40
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