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Die tolle Knolle – Wissenswertes über Erdäpfel

Fotocredit: GRÖ/Werner Krug
Zwoschba Taschlen nach dem Rezept von Monika und Maria Kleinlerchner vom Oberweissen Hittl
GRÖ/Werner Krug

Erdäpfel oder auch Kartoffeln, Arber, Ärpel oder Bramburi sind wahre Tausendassa in der Küche. In Geschmack, Aussehen und Kochverhalten sind die Knollen allerdings so verschieden, wie die Regionen, in denen sie wachsen. In Tirol sind die Anbau-Bedingungen so gut, dass sich hier gleich zwei GenussRegionen traditionell auf den Kartoffelanbau spezialisiert haben. Wissenswertes zu den beiden GenussRegionen sowie ein Überblick zur bewegten Geschichte dieses wichtigen Nahrungsmittels lesen Sie hier.

In unseren Breiten sind Erdäpfel heute ein Grundnahrungsmittel und aus unseren Küchen nicht mehr wegzudenken. Doch das war nicht immer so. Wann, wie und durch wen die Kartoffel nach Europa kam, ist bis heute nicht genau geklärt. Fest steht jedoch, dass die Kartoffelpflanze ursprünglich aus dem südamerikanischen Raum stammt. Die ältesten bekannten Spuren von wilden Kartoffeln fand man auf der Insel Chiloé vor Chile. Man schätzt ihr Alter auf 13.000 Jahre. Die Kartoffel kam wahrscheinlich im 16. Jahrhundert im Zuge der großen Entdeckungsreisen nach Spanien und der Anbau dieser resistenten und Nährstoffreichen Knolle, die schon bald unsere Ernährung maßgeblich verändern sollte, breitete sich von dort Stück für Stück über ganz Europa aus.

Nachdem sich der Kartoffelanbau in ganz Europa durchgesetzt hatte, verbreiteten die Europäer die Knolle in allen Ländern, in denen sie im Zuge der Kolonialisierung Fuß fassten. Heute werden Erdäpfel, abgesehen von tropischen, arktischen und subarktischen Klimazonen, weltweit angebaut.

Im Alpenraum ist der Kartoffelanbau eher selten geworden, denn rauhes Klima und hohe Temperaturschwankungen von Tag zu Nacht lassen die Erdäpfel langsam wachsen und sorgen für vergleichsweise niedrige Erträge. Für den Geschmack der Erdäpfel sind jedoch gerade diese Bedingungen ein wahrer Segen. Mit den GenussRegionen Osttiroler Kartoffel und Oberinntaler Erdäpfel verfügt das Bundesland Tirol über zwei traditionelle Kartoffelanbauregionen, in denen geschmacklich herausragende Erdäpfel jenseits der globalisierten Massenproduktion erzeugt werden.

Fotocredit: GRÖ
Sujet Osttiroler Kartoffel
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Die OSttiroler KARtoffel mit dem Markennamen OSKAR wird auf insgesamt 76 Hektar Fläche angebaut. Das Hauptanbaugebiet befindet sich im Lienzer Talboden auf einer Seehöhe von 650 bis 750 m. Der geringe Krankheitsdruck und die sehr luftigen Böden gewährleisten einwandfreie Anbaubedingungen und ein Produkt höchster Qualität.

Der OSKAR ist in der heimischen Gastronomie – sowohl in der traditionellen Osttiroler Küche, als auch in der modernen, gesundheitsbewussten Küche – nicht mehr wegzudenken.

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Sujet Oberinntaler Erdäpfel
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Auch im oberen Inntal, besonders in den Gemeinden Silz, Arzl im Pitztal, Oberhofen und Haiming werden bereits seit vielen Jahrhunderten Erdäpfel angebaut. Die Oberinntaler Erdäpfel besitzen einen leicht nussigen Geschmack und sind ein unverzichtbarer Bestandteil der gehobenen Original-Tiroler Küche.

 

Durch die steigende Nachfrage haben sich im Oberinntal in den letzten Jahren vermehrt landwirtschaftliche Betriebe auf den Anbau und die Vermarktung der gesunden Knolle spezialisiert und halten sich dabei an strenge Umweltauflagen sowie an einheitliche Produktions- und Qualitätsrichtlinien. Durch die ausgezeichnete

Zusammenarbeit mit dem Tiroler Lebensmittelhandel kommen die Oberinntaler Erdäpfel ohne lange Transportwege direkt von den Feldern der insgesamt 66 Betriebe in die Regale des regionalen Handels.

 

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Zwoschba Taschlen nach dem Rezept von Monika und Maria Kleinlerchner vom Oberweissen Hittl
GRÖ/Werner Krug
Die Tiroler sind nicht nur stolz auf ihre tolle Knolle, sondern auch enorm kreativ, was die Verwendung in der Küche betrifft. Neben den Klassikern wie Bratkartoffel, Salzkartoffel und Co. verarbeiten die Tiroler Erdäpfel zu Suppen, Aufläufen, Aufstrichen, Salaten, Strudeln und vielem mehr. Gerne werden Erdäpfel hier auch zu Teigen verarbeitet, die sich beispielsweise für raffinierte Desserts eignen. Ein besonders schönes Beispiel sind die „Zwoschba-Taschlen“, also süße Heidelbeer-Taschen auf Basis eines Kartoffelteigs. Das Rezept für dieses himmlische Dessert stammt aus dem Gasthaus Oberweissen Hittl, einem GenussWirt in St. Jakob im Defereggental und kann in unserem Kochbuch „Österreich kocht“ nachgelesen werden. Wir wünschen guten Appetit!