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GenussHelden Vorarlberg: Viel mehr als nur ein Dorfladen

Fotocredit: Bärger Lädili
Das Team des Dorfladen Bärger Lädili
Bärger Lädili

Was noch vor wenigen Jahrzehnten zum typischen Ortsbild jeder noch so kleinen Gemeinde zählte, ist heute ein seltener Anblick geworden – der Dorfladen als Nahversorger und Bürger-Treffpunkt. Doch es gibt Menschen, die sich mit viel persönlichem Einsatz gegen das Aussterben des kleinstrukturierten Einzelhandels stemmen und es schaffen, trotz übersichtlichem Sortiment aber dafür mit regionaler Qualität, Transparenz und Persönlichkeit für die Bürger attraktiv zu bleiben. Ein gutes Beispiel für diese regionalen GenussHelden ist Ivonne Vallaster mit ihrem Bärger Lädili in Bartholomäberg im Montafon, die dritte in unserer GenussHelden Vorarlberg Serie.

 

Fotocredit: Bärger Lädili
Der Dorfladen Bärger Lädili in Vorarlberg
Bärger Lädili
Das Bärger Lädili – ein klassischer Dorfladen mit Vollsortiment für den täglichen Bedarf – wurde von Ivonne Vallaster im Jahr 1999 übernommen und hat sich seitdem zum Händler des Vertrauens und zugleich zum wichtigsten Treffpunkt der Bürger in Bartholomäberg entwickelt. Und das in einer Zeit, in der ein Dorfladen nach dem anderen angesichts enormen wirtschaftlichen Drucks, beispielsweise durch Shopping-Zentren auf der „grünen Wiese“, das Handtuch wirft.

Vallaster und ihr Team sorgen täglich mit viel Herzblut und Überzeugung dafür, dass die Bürger sich im Laden rundum wohl fühlen und hier stets frische, saisonale Produkte aus der Region einkaufen können, wie zum Beispiel den beliebten Montafoner Sura Kees, das Leitprodukt der GenussRegion Montafoner Sura Kees. Das Bärger Lädili führt je nach Saison Sura Kees von bis zu fünf Montafoner Alpen gleichzeitig. Viele Kunden kaufen dann gleich von jeder Alpe ein Stück, um zu testen, welcher Käse Ihr Favorit ist. Auch Bergkäse und Alpbutter von den Montafoner Sennalpen sowie Marmeladen, Schnäpse, eingelegtes Gemüse, Honig, Tee, Zirbenkissen und Wurstwaren von regionalen Erzeugern sind bei den Kunden enorm beliebt. Echte Renner sind der Tannenwipfelsirup und der Bärger Hustensaft – beides Produkte, die nur saisonal und begrenzt verfügbar, aber im ganzen Dorf bekannt und geschätzt sind.

Die Kunden – Einheimische genauso wie Gäste, meist zwischen 30 und 50 Jahre alt – schätzen am Bärger Lädili besonders die kurzen Wege bis zum Laden, die Transparenz im Bezug auf Lieferanten und Erzeuger, sowie die persönliche Note.

Fotocredit: Bärger Lädili
Kunden im Dorfladen Bärger Lädili
Bärger Lädili
So gibt es auch Einheimische, die gerne einfach nur auf einen Kaffee und einen Plausch vorbei schauen. Manche kommen auch mit gezielten Fragen zu bestimmten Dorfthemen in den Laden, denen sich Ivonne Vallaster und ihr Team aus einheimischen Mitarbeitern immer gerne annimmt. Damit erfüllt der Dorfladen auch eine wichtige soziale und gesellschaftliche Funktion, die große Filialisten einfach nicht bieten können.

Ein Partyservice und ein Lebensmittel-Zustelldienst, beispielsweise für ältere und gebrechliche Menschen, sorgen zusätzlich dafür, dass das Bärger Lädili in Bartholomäberg unverzichtbar geworden ist.

„Die Zusammenarbeit mit unseren regionalen Erzeugern funktioniert sehr gut“, freut sich Vallaster und ergänzt: „Unsere Bäuerinnen sind sehr fleißig am Werk und haben immer wieder gute Ideen für neue Produkte. Auch ich selbst schwinge hin und wieder gerne mal den Kochlöffel und mache beispielsweise im Frühjahr Erdbeermarmelade und Bärlauchpesto zum Verkauf im Laden. Grundsätzlich wählen wir unsere Lieferanten sehr sorgfältig aus. Unsere Kartoffeln stammen beispielsweise von einem ansässigen Gemüsebauern, der seine Anbauflächen mit Schafwolle düngt. Besser geht’s nicht.“

Doch wie jeder kleinstrukturierte Nahversorger muss auch das Bärger Lädili täglich ums Überleben kämpfen und ist bis zu einem gewissen Grad von Förderungen von Lan
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Dorfladen Bärger Lädili im Montafon
Bärger Lädili
d und Gemeinde abhängig. Anfang 2017 hat Vallaster gemeinsam mit der Gemeinde und dem Verein „Dörfliche Lebensgemeinschaft und Nahversorgung“ eine Umfrage bei den Bürgern zur Bedeutung des Bärger Lädili im Ort durchgeführt. Das Ergebnis war überwältigend, denn die befragten Bürger schätzen das Bärger Lädili durchweg als enorm wichtig für ihren Ort ein. Nicht zuletzt auf Grundlage dieser Umfrage wurde der Laden auf Kosten von Land und Gemeinde umfassend renoviert und neu eingerichtet.

Ivonne Vallaster ist es eine Herzensangelegenheit, bei den Menschen durch ihre Arbeit ein Bewusstsein für Regionalität zu schaffen, denn „wenn der Konsument nicht umdenkt und bereit ist, für gute, regionale Produkte etwas mehr zu bezahlen, werden wir eines Tages nur noch Produkte kaufen können, bei denen wir nichts mehr nachvollziehen können. Und ob diese Produkte dann weiterhin so billig bleiben, wenn nur noch Großkonzerne den Markt unter sich aufteilen, ist mehr als fraglich“, gibt Vallaster zu bedenken.

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Produktpalette des Dorfladen Bärger Lädili
Bärger Lädili