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GenussHelden Vorarlberg: Wo man den Biosphärenpark mit allen Sinnen erleben kann

Fotocredit: Matthias Rhomberg
Café-Pension zum Jäger in Buchboden
Matthias Rhomberg

Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, regionale Kulinarik, Gemütlichkeit und über Jahrhunderte gepflegte Kulturlandschaft  – dafür steht der Biosphärenpark Großes Walsertal. Und genau diese Aspekte sind es, die eine Einkehr oder einen Aufenthalt im Café-Pension zum Jäger in Buchboden ausmachen. Das von Familie Meyer mit viel Liebe zum Detail geführte Gasthaus in der GenussRegion Großwalsertaler Bergkäse ist ein echter Geheimtipp und ein Vorbild in Sachen Regionalität.



Das Betriebs-Motto „einfach ankommen“ trifft es eigentlich schon sehr genau. Bodenständig, familiär, unkompliziert und herzlich. Susanne und Alexander Meyer setzen in ihrem Gasthaus im idyllischen Buchboden im Großen Walsertal voll auf Regionalität und traditionelle Gasthauskultur und dies schlichtweg aus tiefester Überzeugung. „Wenn man für sich privat einen nachhaltigen Lebensstil gewählt hat und regional erzeugte Produkte höchster Qualität sehr schätzt, dann fließt dies ganz automatisch und selbstverständlich in den Betrieb mit ein“, erklärt Susanne Meyer und fügt hinzu: „Wir versuchen täglich unsere Gäste mit Herz, Geist und Seele bei uns zu bewirten und zu beherbergen. Eine unkomplizierte Atomsphäre ist uns hierbei sehr wichtig, denn wir möchten, dass sich unsere Gäste im positiven Sinne wie zu Hause fühlen und beispielsweise ganz entspannt in ihren Wollsocken zum Frühstück kommen können, wenn ihnen danach ist.“

Fotocredit: Matthias Rhomberg
Susanne und Alexander Meyer bei ihrer Café-Pension zum Jäger
Matthias Rhomberg
Das traditionelle Haus befindet sich seit 1904 im Familienbesitz und wurde seit 1914 als Gasthaus, Pension und Café-Pension geführt. Nach dem Tod von Alexanders Vater im Jahr 1996 übernahm das junge Ehepaar den elterlichen Betrieb und führt ihn als Gasthaus weiter. Der Gast soll das ganze Jahr über die eindrucksvolle Natur des Biosphärenpark erleben können und das natürlich auch auf dem Teller.

Ein Blick in die Speisekarte und schon wird klar, was damit gemeint ist. Die Gerichte – von traditionellen Vorarlberger Gerichten für den großen Hunger bis zur zünftigen Brettljause – werden darin nicht nur ausführlich beschrieben, sondern auch die regionalen Lieferanten der Rohprodukte werden detailliert angeführt. „Zusätzliche Infos und Anekdoten rund um die Herkunft der Produkte erhält der Gast im persönlichen Kontakt, der uns sehr wichtig ist“, erklärt Susanne Meyer.

Total regional

Wie der Name es bereits vermuten lässt, sind Wildgerichte die Spezialität des Hauses. Was bei Einheimischen und Gästen beliebt und im gesamten Tal bekannt ist. In der niveauvollen Küche, die von Chef Alexander selbst geleitet wird, liegt der Fokus klar auf saisonalen und regionalen Produkten höchster Qualität.

Das Wild stammt dabei ausschließlich von Jägern aus dem Tal. Da Alexander selbst Jäger ist, wird teilweise sogar selbst erlegtes Wild angeboten. Doch auch bei anderen Produkten wird konsequent auf regionale Partner gesetzt. So beziehen die Meyers beispielsweise das Rind-, Schweine-, Geflügel- und Lammfleisch von der Ländlemetzgerei Hosp in Satteins, Bioeier von Pirmin Bickel aus Blons und den beliebten Walserstolz-Bergkäse, das Leitprodukt der GenussRegion Großwalsertaler Bergkäse, aus dem biosphärenpark.haus in Sonntag. „Über die Jahre hat sich zu den meisten Lieferanten ein freundschaftliches, vertrauensvolles Verhältnis entwickelt und die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut“, freut sich Susanne Meyer.

Fotocredit: Matthias Rhomberg
Wo man den Biosphärenpark mit allen Sinnen erleben kann
Matthias Rhomberg
„Wir bewirtschaften aber auch einen eigenen Garten mit Gemüse und vielen Kräutern, sammeln Früchte und Wildkräuter aus der Umgebung“, erläutert sie und ergänzt: „Konkret bieten wir saisonal Rhabarberkuchen, verschiedene Salate, Zitronenmelissen- und Holunderblütensaft, frische oder getrocknete Kräuter für Tees, Kräutersalze und vieles mehr aus eigenem Anbau bzw. aus eigener Herstellung an. Für unsere Hausgäste erzeugen wir zudem einen Heublumenlikör und Seife mit Kräutern aus dem Garten.“

Als Träger des AMA-Gastrosiegel Vorarlberg, als Premium-Partnerbetrieb des Biosphärenpark Großes Walsertal sowie Bergsteigerdorf Partner verpflichtet sich Familie Meyer, ihren Gästen Produkte aus dem Tal wie feinste Käsespezialitäten oder innovative Erzeugnisse von heimischen Produzenten anzubieten.

Regionalität und Kleinstrukturen sind für Familie Meyer der Schlüssel zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise. „Es macht einfach Sinn: Wenn ein Produkt vor Ort hergestellt wird, sind Qualität und das Preis-/Leistungsverhältnis für den Kunden leichter nachvollziehbar. Zudem entsteht dadurch zwangsläufig weniger Massenproduktion. Unternehmer kleinerer Betriebe leben meist in der betreffenden Region, wodurch Umweltschutz und nachhaltiges Wirtschaften bei ihnen meist einen hohen Stellenwert hat. Denn dort wo man lebt, steht längerfristig nicht nur der Gewinn an erster Stelle, sondern eben auch Umweltschutz und Nachhaltigkeit“, erläutert Susanne Meyer die eigene Überzeugung.

„Damit regionale Wirtschaftskreisläufe langfristig funktionieren, sind jedoch Ehrlichkeit und das Bewusstsein, dass ein Geschäft nur dann ein gutes Geschäft ist wenn alle Beteiligten einen Gewinn daraus erzielen, essentiell. Der schnelle Profit ohne Rücksicht auf den Geschäftspartner ist hier völlig fehl am Platz. Zudem lassen sich so Kräfte besser bündeln und innovative Ideen leichter verwirklichen. Zusammenarbeit statt Einzelkämpfertum ist aus unserer Sicht der Weg in die Zukunft“, sind sich die Meyers sicher.