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Pumperzoner, Strangalan & Co. - Sprechen Sie Gemüsisch?

Fotocredit: Sturm
Stillleben aus Wiener Gemüse
Sturm

Wien, 14. April 2016 - So vielfältig wie die Gemüsesorten, die in Österreich angebaut werden, haben sich in den verschiedenen Regionen des Landes auch völlig unterschiedliche Bezeichnungen für die Naturschätze etabliert. Wissen Sie, was Murgn, Krumperer oder Woaz ist? Wir haben einige besonders schöne Kreationen für Sie zusammengestellt. Viel Spaß!

Der Monat April steht ganz im Zeichen der GenussRegion Wiener Gemüse. Die Sonnenregion Ostösterreich mit schon fast mediterranem Klima ist eines der besten Gemüseanbaugebiete Europas: nicht so trocken und heiß wie im Süden, nicht so kalt wie im Norden - einfach optimal. Rund 650 Betriebe bewirtschaften hier 17 Prozent der gesamten Landfläche - völlig ohne Gentechnik versteht sich. Aber Gemüse ist – in zweierlei Hinsicht – in aller Munde. So haben sich - der regionalen Mundart sei Dank - in den verschiedenen Regionen, wo auch Gemüse angebaut wird, völlig unterschiedliche Bezeichnungen für Gemüsesorten entwickelt.

In der GenussRegion Wiener Gemüse gehören Gurken zu den Sorten, die mengenmäßig den größten Teil der Produktion ausmachen. Im Burgenland, und in anderen Teilen Österreichs haben sich auch die Begriffe „Umurken“, „Murkn“ oder „Murgn“ verbreitet. Diese stammen alle von der ungarischen Bezeichnung „urborka“ (Gurken)ab, die von den benachbarten Burgenländern adaptiert und verbreitet wurde.

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Cocktailtomaten an der Rispe
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Tomaten, ein weiteres Haupterzeugnis der GenussRegion Wiener Gemüse, werden in weiten Teilen Ostösterreichs „Paradeiser“ genannt. Die Bezeichnung stammt von „Paradiesapfel“, wie die Frucht mancherorts auch heute noch genannt wird. Ganz früher waren auch „Liebesapfel“ oder „Goldapfel“ gebräuchliche Begriffe.

Was in Kärnten „Strankerln“ oder „Strangalan“ sind, nennen die Steirer „Bohnscharln“, während man sie im Rest Österreichs „Fisolen“ oder „Bohnschoten“ nennt. Die Rede ist von (den hochdeutsch als) Grünen Bohnen bezeichneten Leckerbissen.

Fotocredit: Foto: Franz Klocker
Foto: Franz Klocker
Besonders kreativ ist man in den einzelnen Bundesländern, wenn es um Kartoffeln geht. Während man in Vorarlberg, der Steiermark und im Burgenland die noch recht geläufigen Begriffe „Erdapfel“ oder „Grundbirn“ verwendet, haben sich in Niederösterreich „Bramburi“, im Lungau „Eapfen“ oder „Eachtling“, in Kärnten „Abirn“ und in Tirol „Pantatti“ etabliert. In Vorarlberg ist zusätzlich „Krumperer“ und in der Steiermark sowie im Burgenland „Krumpan“ beliebt.

Was die meisten Österreicher Kürbis oder „Kiawis“ nennen, bezeichnet so mancher Kärntner als „Pumperzoner“. Was bei vielen möglicherweise für Verständnislosigkeit sorgt, ist dem englischen Begriff „Pumpkin“ aber gar nicht so fern.

Erbsen heißen in Vorarlberg „Kichola“ und Mais wird in der Steiermark „Woaz“ genannt, während vielerorts in ganz Österreich auch der Begriff „Kukuruz“ geläufig ist. Kukuruz hat seinen Weg allem Anschein nach über osteuropäische Länder wie Tschechien (sladká kukuřice - süßer Mais), Polen (kukurydza) und Ungarn (kukorica) nach Österreich gefunden.

Wir hoffen, dass wir hiermit dazu beitragen konnten, dass Sie bei ihrer nächsten kulinarischen Reise durch Österreichs GenussRegionen nicht nur „Bahnhof“ verstehen, wenn sie die Speisekarten studieren.

In diesem Sinne: Auf eine genussvolle Saison!

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Paprikagemüse
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