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Regionale Superfoods - Alternativen zu Goji, Chia und Co.

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Smoothies - auch mit heimischem Obst und Gemüse ein gesunder Genuss
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Nicht nur heute, am Weltgesundheitstag sind sie wörtlich in aller Munde: Nahrungsmittel mit einem besonders hohen Vitamingehalt und Nährwert, die sogenannten Superfoods. In den Supermärkten füllen sie ganze Regale und auch in den Kochbüchern werden ihnen immer mehr Seiten gewidmet. Was oft als „grün“ und nachhaltig angepriesen wird, hat jedoch häufig einen katastrophalen ökologischen Fußabdruck, da viele der Erzeugnisse beispielsweise eine lange Reise hinter sich haben, bis sie bei uns auf dem Teller oder im Glas landen. Heimische Superfoods sind hier eine sinnvolle und schmackhafte Alternative.

Während die aktuell besonders „trendigen“ Superfoods wie Gojibeeren, Chiasamen oder Matcha in China, Mexiko, Südamerika, Australien und Japan - nicht immer mit ökologisch einwandfreien Methoden - erzeugt werden, wachsen auch bei uns viele enorm gesunde Lebensmittel, die nicht nur wegen ihrer gesundheitsfördernden Eigenschaften, sondern auch aufgrund der nachhaltigen Erzeugung und der kurzen Transportwege die Bezeichnung Superfoods verdienen.

Regionale Alternativen zu Gojibeeren

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Sanddorn - eine wahre Vitaminbombe
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Gojibeeren werden beispielsweise als besonders Eiweiß-, Vitamin C- und Mineralstoffreiche Früchte beworben und vermarktet. Eine regionale Alternative stellt die Familie der Kohlgemüse dar.

Unser vergleichsweise raues Klima ist für Gewächse wie Brokkoli, Rotkohl, Weißkohl, Wirsing, Blumenkohl oder Grünkohl ideal geeignet. All diese Sorten zeichnen sich durch einen hohen Anteil an Vitaminen, Mineralien und

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Hagebutten - knallig in der Farbe und voller gesunder Inhaltsstoffe
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Spurenelementen aus und sind daher enorm gesund. Mit einem um 25 Prozent höheren Kalziumgehalt als Milch ist Kohl zudem für Menschen mit Laktose-Intoleranz ein toller Ersatz für Milchprodukte. Besonders viel Vitamin C liefern beispielsweise Hagebutte und Sanddorn und als Eiweißlieferanten sind Esskastanien oder Brennnesseln zu empfehlen.

Regionale Alternativen zu Chiasamen

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Brennesseln - beim Ernten Handschuhe tragen!!!
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Chiasamen gelten aufgrund der hohen Konzentration an Proteinen, Ballaststoffen, Antioxidantien, Omega-3-Fettsäuren sowie Vitaminen (A, B1, 2, 3 und E) als besonders gesund. Die Vorzüge der Chiasamen sind auch in vielen heimischen Gewächsen zu finden. Brennesselsamen sind beispielsweise wahre Protein-Bomben während Leinsamen Ballaststoffe und Omega-3-Fettsäuren in enormen Mengen bereitstellen. Die Konzentration von Omega-3-Fettsäuren ist in Leinsamen sogar noch höher als in Chiasamen. Antioxidantien, bekannt dafür, dass sie die Zellalterung bremsen, sind auch in vielen heimischen Obst- und Gemüsesorten wie zum Beispiel Tomaten oder Äpfeln sowie in Wildpflanzen wie Sanddorn und Hagebutte zu finden.

Regionale Alternativen zu Matcha

Matchatee ist derzeit sehr beliebt und gilt als Wundermittel gegen Stress, hohe Cholesterinwerte, hohen Blutdruck und hilft bei Stoffwechselproblemen. Mithilfe heimischer Pflanzen lassen sich viele dieser Wirkungen jedoch genauso gut erzielen. Gegen Stress helfen etwa Lavendel- oder Kamillentee, Hagedorn und Knoblauch senken den Blutdruck und Tees aus Hagebutten, Lindenblüten oder Löwenzahn unterstützen die Verdauung.

Dies sind nur ein paar wenige Beispiele dafür, dass es zu fast allen exotischen Superfoods auch heimische Alternativen mit einer oftmals wesentlich besseren Ökobilanz gibt.

Zwar klingen Grünkohl, Hagedorn und Leinsamen weniger attraktiv als ihre „Mitbewerber“ aus Übersee, können jedoch auch zu tollen, geschmackvollen Gerichten und Drinks verarbeitet werden.

Smoothies sind für eine gesunde Ernährung nur zu empfehlen, denn durch die Verarbeitung der rohen Produkte bleiben die Vitamine und Nährstoffe bestmöglich erhalten. Jetzt im Frühjahr zur Zeit der großen Grippewellen ist es besonders wichtig, unser Immunsystem zu stärken und daher möchten wir Ihnen heute ein Rezept für einen Grünkohl-Apfel-Orangen-Smoothie vorstellen, der leicht zuzubereiten ist und das Immunsystem unterstützt.

Rezept für einen Grünkohl-Apfel-Orangen-Smoothie

 

Die Zutaten für 1000 ml:

 

120 g Grünkohl

300 g Orange

250 g Äpfel

1 EL Sonnenblumenöl

300 ml Wasser

 

Die Zubereitung:

 

Waschen Sie den Grünkohl und die Äpfel gründlich. Nach dem Abtropfen scheiden Sie die Endstrünke des Grünkohls ab. Die Blattstrünke müssen nicht abgeschnitten werden. Nun schneiden oder hacken Sie den Grünkohl in grobe Stücke. Die Äpfel schneiden Sie mitsamt dem Kerngehäuse ebenfalls in grobe Stücke. Die Orangen schälen Sie und schneiden auch diese in grobe Stücke.

 

Nun geben Sie die Orangen-, Apfel- und Grünkohlstücke sowie die anderen Zutaten in einen Mixer und pürieren alles sehr fein. Je nach Geschmack können Sie den Smoothie noch mit etwas Honig süßen.

 

„Chöörig ässa hebt Liib ond Seel zääma.“ (Gute essen hält Leib und Seele zusammen) - Spruch in Walser Mundart, wie sie beispielsweise in der GenussRegion Kleinwalsertales Wild und Rind bis heute gepflegt wird.