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Warum essen wir Lamm zu Ostern?

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Osterlamm - auch als symbolisches Gebäck traditionsreich und köstlich
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Bei vielen Familien hierzulande kommt am Osterfest traditionell Lamm - zumeist in Form eines Bratens oder als lammförmiger Kuchen - auf den Tisch. Warum das so ist und woher dieser Brauch ursprünglich stammt, möchten wir in diesem Artikel aufzeigen.

Die Tradition des Osterlamms ist sowohl auf heidnische, als auch christliche Bräche zurückzuführen. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich das Osterlamm jedoch auch bei Menschen ohne Konfession etabliert und ist heute bei den meisten Familien fester Bestandteil des Ostermahls.

Die Ursprünge im heidnischen Brauchtum

In vorchristlicher Zeit opferten Menschen rund um den ersten Vollmond nach Frühlingsanfang – der heutigen Osterzeit – ihren Göttern Lämmer. Mithilfe der Opfer sollten übermenschliche Wesen milde gestimmt und so Ereignisse auf der Erde positiv für die Opfergemeinschaft beeinflusst werden. Schafe zählen zu den ersten Nutztieren der Menschheit, denn sie sind einfach zu halten, benötigen außer frischem Gras nur Wasser zum Überleben und waren stets von großem Wert für die Menschen. Insbesondere bei der armen Landbevölkerung waren Schafe enorm beliebt, denn die Haltung war sehr günstig und die Schafe versorgten die Menschen mit Milch, Fleisch und Wolle. So ist es auch kein Zufall, dass genau diese wertvollen Tiere den Göttern geopfert wurden, denn schließlich erhoffte man sich durch die Opferungen noch wertvollere Ereignisse. Im Anschluss an die Opferzeremonie wurden die Opfergaben von der Dorfgemeinschaft häufig verspeist.

Die Adaption durch das Christentum

Die Tradition, an Ostern Lamm zu essen, wurde schließlich von den Christen übernommen - wenn auch nicht im Anschluss an eine Opferung, sondern zur Erinnerung an Jesus Christus, das Lamm Gottes. Ostern markiert für die Christen im Kalender das Ende der 40-tägigen Fasten- oder Passionszeit. Das Fasten, also der Verzicht auf verschiedene Genuss- und Lebensmittel, dient dabei im religiösem Kontext der Reinigung der Seele, der Buße, der Abwehr des Bösen sowie dem Streben nach Konzentration, der Erleuchtung oder der Erlösung. Diese Tradition wurde zunehmend auch von konfessionslosen Menschen zur Körperreinigung übernommen - Ebenso wie die Tradition, an Ostern Lamm zu essen. Doch warum ausgerechnet Lamm?

Laut dem ökumenischen Heiligenlexikon ist das Lamm oder eine junge Ziege Symbol der Wehrlosigkeit gegen wilde Tiere, den Scherer und den Schlächter. Im alten Testament ist das Lamm das klassische Opfertier. Jesus Christus, als Lamm Gottes bezeichnet, nimmt lauf dem Johannesevangelium durch sein Leid die Sünden der Welt hinweg und gilt daher als Opfer Gottes. Im christlichen Altertum legte man zudem Lammfleisch unter den Altar, das geweiht und am Auferstehungstag als erste Nahrung verspeist wurde. Mithilfe dieses Rituals sollten sich die Gläubigen zum Fest der Auferstehung an die Leiden Jesu – das Lamm Gottes – erinnern. Außerdem steht das Lamm als Jungtier für neues Leben und ist damit gleichzeitig ein Symbol für die Wiederauferstehung Christi, dem Hintergrund des Osterfestes.

Abgesehen vom traditionellen und religiösen Hintergrund spricht auch eine ganz natürliche Tatsache dafür, an Ostern Lamm zu essen: Lammfleisch ist, verglichen mit anderen Fleischsorten, sehr bekömmlich. Für den nach der Fastenzeit leicht reizbaren Magen ein wahrer Segen.

Lamm kommt - wie bereits erwähnt - bei den allermeisten Familien als Braten auf den Tisch. Doch es gibt auch noch andere wunderbar schmackhafte Möglichkeiten, Lamm zuzubereiten. Eine schöne Alternative ist beispielsweise ein Lammragout, bei dem Fleisch der Lammkeule verwendet wird. Dazu wird das Fleisch in kleine Würfel geschnitten und mit Suppengemüse zuerst scharf angebraten und anschließend langsam geschmort.

In der GenussRegion Osttiroler Berglamm ist Lamm nicht nur zu Ostern allgegenwärtig. Das alpine Klima und große Almflächen prädestinieren diese Region für die Schafzucht, die zu den schafreichsten Regionen Österreichs gehört. So findet man nahezu keinen Osttiroler Bauernhof, an dem nicht einige Schafe gehalten werden.

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Osttiroler Berglammragout - kreiert vom GenussWirt Großvenediger
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Im Osttirol haben sich daher auch besonders pfiffige Gerichte mit Lammfleisch entwickelt. Beim GenussWirt Gästehaus Großvenediger in Prägraten beispielsweise kommt der Gast nicht nur zu Ostern in den Genuss eines fantastischen, butterweichen und hervorragend abgeschmeckten Berglammragouts. Das Rezept zu dem herausragenden Gericht finden Sie im aktuellen Kochbuch der GENUSS REGION ÖSTERREICH „Österreich kocht 2016“, welches Sie über den GRÖ-Onlineshop bestellen können. Das Gasthaus von Birgit und Gottfried Steiner liegt am Fuße des Großvenedigers und bietet eine beeindruckende Vielfalt regionaler Speisen und Getränke. Eine gemütliche Atmosphäre, ein Weinkeller mit einer erlesenen Auswahl feinster Tropfen und gelebte Gastlichkeit machen die Einkehr zu einem wahren Genuss-Erlebnis.

Wir wünschen viel Freude beim Kochen Ihres Ostermahls und natürlich ein frohes Osterfest!